Worum geht es?
Schicht für Schicht ist ein gemeinsames fotografisches Projekt von zwei Fotografen, zwei Blicken und vielen Begegnungen. Boris & Martin arbeiten mit Menschen, die bereit sind, sich auf einen offenen Prozess einzulassen – ohne festgelegtes Ergebnis, ohne klare Vorstellung davon, was am Ende sichtbar wird.
Im Mittelpunkt steht nicht der fertige Körper, sondern der Moment des Zeigens: das Zögern, das Loslassen, die Verschiebung zwischen Selbstbild und fremdem Blick. Fotografie wird hier nicht als Abbildung verstanden, sondern als Situation – geprägt von Nähe, Vertrauen, Kontrolle und dem bewussten Aushalten von Spannung.
Es geht nicht darum, Schönheit herzustellen.
Sondern darum, wahrzunehmen, was sichtbar wird, wenn gewohnte
Hüllen, Rollen und Sicherheiten nach und nach wegfallen.
Es geht um mehr als nur nackte Haut.
Schicht für Schicht bewegt sich zwischen Akt, Boudoir und Porträt, ohne klassische Posen oder Erwartungen zu reproduzieren. Wir arbeiten ohne Inszenierung im herkömmlichen Sinn, lassen Zeit, Stille und Unsicherheit zu – und greifen dort ein, wo sich etwas verschiebt.
Der fotografische Blick bleibt dabei nicht neutral. Entscheidungen, Nähe und Distanz sind Teil der Arbeit und werden nicht verborgen. Die Bilder entstehen aus einer gemeinsamen Situation, nicht aus dem Wunsch nach Gefälligkeit.
Es geht um das, was wir ablegen – äußerlich wie innerlich. Um Vertrauen, Neugier und das Spiel mit Identität und Intimität. Wir, Boris und Martin, wollen mit Menschen arbeiten, die Lust haben, sich auf eine achtsame, künstlerische Begegnung einzulassen.
Dieses Projekt richtet sich an Menschen, die Lust haben, sich auf eine achtsame, künstlerische Begegnung einzulassen – mit sich selbst, mit dem Gegenüber und mit dem Moment.
Auf dieser Seite finden sich erste Arbeiten und Einblicke in ein Projekt, das sich Schicht für Schicht weiterentwickelt.
Was passiert mit den Bildern?
Die Aufnahmen, die im Rahmen von Schicht für Schicht entstehen, sind Teil eines künstlerischen Projekts über Körper, Vertrauen und Selbstwahrnehmung. Nach den gemeinsamen Fotosessions werden ausgewählte Bilder in einer Ausstellung gezeigt – als Teil einer wachsenden Serie, die Einblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten und Ausdrucksformen gibt.
Ziel der Ausstellung ist es, das Unsichtbare sichtbar zu machen: die Vielschichtigkeit von Körperbildern, die Schönheit jenseits von Idealen, die Offenheit, die entsteht, wenn Menschen sich zeigen, wie sie sind. Jede gezeigte Arbeit steht für sich – und zugleich im Dialog mit den anderen Bildern.
Die Veröffentlichung geschieht immer in enger Absprache mit den Teilnehmenden. Niemand wird ohne Zustimmung gezeigt. Jede Person entscheidet selbst, welche Motive öffentlich gezeigt werden dürfen und in welchem Rahmen.
Neben der Ausstellung werden ausgewählte Bilder auch online präsentiert – etwa auf der Projektseite oder in begleitenden Beiträgen. Auch hier gilt: immer respektvoll, sensibel und transparent.
Schicht für Schicht versteht sich als Gemeinschaftsprojekt, das mit Vertrauen beginnt – und mit Sichtbarkeit weitergeht.
Mut!
Dieses Projekt hat viel mit Mut zu tun. Nicht mit Mut im klassischen Sinne – sondern mit dem Mut, sich selbst ernst zu nehmen. Den eigenen Körper zu zeigen, vielleicht zum ersten Mal. Oder sich neu zu sehen, ohne Filter, ohne Vorgaben.
In einer Welt, die oft vorgibt, wie man auszusehen hat, möchten wir Räume schaffen, in denen du einfach du selbst sein darfst. Das ist politisch. Und persönlich. Und manchmal auch ziemlich befreiend.




